Wir wissen, dass alte Straßen entlang des Krivaja-Tals verliefen, aber irgendwann, irgendwo, musste man auf die andere Seite des Flusses gelangen. Trockenen Fußes. Aber wie? Damit ein Mensch trocken und sicher von einem Flussufer zum anderen gelangen konnte, benötigte er zwei zivilisatorische Errungenschaften. Zwei sehr wichtige Erfindungen. Unübertroffene Erfindungen, vielleicht sogar wichtiger als zwei miteinander vernetzte Computer: Boot oder Brücke. Ihr Zweck ist es, einen Passagier und ein Fahrzeug auf die andere Seite des Flusses zu befördern. Ein Boot befördert den Passagier, während eine Brücke sowohl den Passagier als auch das Fahrzeug befördert.
Heute, da wir sie täglich nutzen, denken wir meist nicht über ihren zivilisatorischen Wert nach. Verbindungen waren sowohl zwischen den Siedlungen entlang des Krivaja-Flusstals notwendig, als auch über den Fluss hinweg. So etwa zwischen der Siedlung Čuništa am linken Ufer und Vukotići am rechten Ufer der Krivaja. Auf beiden Seiten befanden sich Landbesitze.

Was Čuništa betrifft, so erzählt die mündliche Überlieferung vom Ursprung des Namens, dass es einst kleine Boote – Čunji – oder Baumstämme gab, mit denen man den Fluss überqueren konnte, und dass das Dorf nach ihnen benannt wurde.
Holz ist vergänglich und es verrottet. Die historischen Boote wurden vom Wasser fortgetragen, doch hier und da bleiben sie im Flusssand vergraben, um erst zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufzutauchen. Wir haben in Čuništa keinerlei Spuren gefunden, die mit der Tradition des Holzbootbaus in Verbindung stehen könnten, abgesehen von dem bereits erwähnten, mündlichen Bericht.
Wir haben versucht herauszufinden, ob es entlang des gesamten Laufs der Krivaja Überreste gibt, die mit dem Bau von Holzbooten, deren Navigation oder irgendetwas vergleichbarem in Zusammenhang stehen. Es ist bekannt, dass der Bau von Holzbooten etwas fortgeschrittenere Fertigkeiten erfordert, aber es scheint, dass keine Spuren dieser Fertigkeiten erhalten geblieben sind – oder vielleicht doch ein wenig. Wir werden einen Vergleich mit dem Bau anderer großer Holzkonstruktionen anstellen, der erhebliche Ähnlichkeiten mit der Herstellung eines Bootes aus einem einzigen Holzstamm (einem Monoxyl oder Einbaum) aufweist.

Die Nutzung von Booten auf der Krivaja, sofern es sie jemals gab, wurde schließlich durch den im 19. und 20. Jahrhundert – und möglicherweise sogar schon früher – immer häufiger erfolgenden Brückenbau abgelöst. Und so war es wahrscheinlich auch in Čuništa. Wir wissen bereits, dass es am Standort Luka Ende des 19. Jahrhunderts eine Holzbrücke mit einer massiven Holzkonstruktion und zwei Holzpfeilern im Wasser gab. Die Brücke ist auf einer alten österreichisch-ungarischen topografischen Karte eingezeichnet.1
Ein Abschnitt der alten Straße, die vom Dorf zur Brücke führte – genannt Tijesno –, ist noch erhalten. Ebenso ist auf der anderen Seite der Krivaja der alte Verlauf der Straße, die von der Brücke hinauf nach Vukotići führte, teilweise erhalten geblieben. Es gibt weitere Spuren und Überreste alter Straßen, die dem Flusslauf folgten. Die Brücke wurde in den 1960er Jahren von einer Überschwemmung weggerissen, woraufhin an ihrer Stelle eine Drahtseilhängebrücke errichtet wurde. Bei niedrigem Wasserstand wurde auch eine Furt genutzt, also eine Stelle, an der die Krivaja zu Fuß überquert werden konnte. Eine solche Stelle befand sich etwa einen Kilometer flussabwärts in Slješti (zwischen Zidine und Bijeli Krš). Sie ist ebenfalls auf der oben genannten Karte eingezeichnet – als gestrichelte Linie über den Fluss.
Entlang der Krivaja gibt es einige Ortsnamen, die darauf hindeuten, dass sie mit Schiffen oder anderen Bauwerken am Fluss in Verbindung stehen könnten. So werden in Ribnica und in der Ortschaft Krivaja die Felder auf der linken Flussseite Lađenik2 genannt. Auch mehrere Felder am Fluss in der Siedlung Memići heißen Lađenik (am Unterlauf der Krivaja). Wir sind uns nicht sicher, ob sich der Ortsname Lađenik ausschließlich auf Wasserfahrzeuge bezieht, da lađa auch andere Bedeutungen im Zusammenhang mit anderen Bauwerken am Wasser hat, wie beispielsweise wasserbetriebene Schmieden (majdani).

Lađa ist einer von mehreren Begriffen, die in der Beschreibung der Schmelzwerke in Vareš aus der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts aufgeführt sind. Es wurde angemerkt, dass lađa sogar mit dem englischen Wort lata verwandt sein könnte, einer Variante von lode = Wasserlauf, Mühlgraben, Mühlbach; eine zweite Bedeutung von lode wäre Abfluss. An derselben Stelle wird angemerkt, dass lađa auch ein einheimisches Wort sein könnte, da das so bezeichnete Objekt einem Boot oder einem Floß ähnelt. Eine lađa ist zudem ein äußerer Teil einer wasserbetriebenen Schmiede, in den Wasser aus einem Flusskanal (jaža) einströmt. Es handelt sich um ein langes, offenes Becken aus Brettern. Sein Boden und seine Seiten bestehen aus alten, dicken Dielen (bzw. Brettern); es steht nicht direkt auf dem Boden, sondern wird von einem eigenen Holzgerüst getragen (Žuljić, 1933, S. 116 und 127). Auch in den Steinbrüchen (Schmelzöfen) in Oćevija hat die lađa denselben Namen und dieselbe Funktion (Hadžidedić, 1957, 182.).
Als verbreitetste Bedeutung innerhalb des bosnischen Wortschatzs bedeutet lađa Schiff oder Kahn (Isaković, 1992, 226.). Im etymologischen Sinne ist die ursprüngliche Bedeutung des Wortes lađa (baltoslawisch, urslawisch und PIE *oldija) ein aus einem einzigen Baumstamm ausgehöhltes Boot, ein Monoxyl bzw. Einbaum (z.B. an der Pliva, Bosnien); an der Adriaküste ist loja (z.B. in Jelsa, Hvar, Vis) ein Fischerboot für den Sommerfischfang; laja wird auf Korčula ein Flachbodenboot genannt; lađa bedeutet auf Krk wiederum ein aus einem Baumstamm gefertigtes Monoxyl, usw. Lađa und Ladvenjak könnten auch Ortsnamen sein (Skok, 1971, 259).
Ein Teil der Anlage, mit der Wasser zu den Walzen oder Stempeln zum Stampfen von Wolle geleitet wird, wird als lađa bezeichnet (Drljača, 1959, 64).
Was wir mit Sicherheit über diese beiden Ortsnamen sagen können, ist, dass sie sich auf eine Art Bauwerk am Wasser beziehen müssen. Im bereits erwähnten Memići gibt es eine mündliche Überlieferung, wonach es einst ein Floß zur Überquerung der Krivaja gab. Die Eigentümer des Floßes waren demnach die Familie Mujanović, und Zlatka gilt als die Einzige, die eine Zeit lang wusste, wie man es bediente. Die Überfahrt auf dem Floß sei kostenpflichtig gewesen.3 Dies diente als Verbindung zwischen der Siedlungsgruppe am linken Ufer um Memići und der Siedlungsgruppe am rechten Ufer, um Pašin Konak. Es sollte aber nicht übersehen werden, dass derselbe Ortsname auch in wasserlosen Bergregionen zu finden ist – zum Beispiel im Weiler Lađevići / Crna Rijeka der nahegelegenen Nišić-Hochebene im Natrpark Bijambare.

In Bosnien gibt es eine lange Tradition des Baus und der Nutzung von Holzbooten, die aus einem einzigen Baumstamm gefertigt wurden. Im Laufe der Zeit wurde der Bau von Einstammbooten durch den Bau von Booten mit Holzspanten abgelöst. An einigen Orten entwickelte sich das Handwerk zur Herstellung spezifischer Boote, wie beispielsweise des Banja-Luka-Dajak, über dessen Bauweise und Verwendung weitaus mehr bekannt ist (Bišćević, 2012, S. 29–33).
Flüsse unterscheiden sich voneinander, ebenso wie die darauf verkehrenden Wasserfahrzeuge. Die Tradition des Holzbootbaus ist insbesondere mit den nördlichen Regionen Bosniens verbunden, wo die Flüsse breiter und ruhiger sind und sich daher für die Fahrt mit diesen kleinen Booten eignen. Ein großes, bekanntes Holzboot, das im Nationalmuseum in Sarajevo aufbewahrt wird, wurde am Ufer der Save gefunden. Ein ähnliches Exemplar wurde in den 1960er Jahren in der Donau bei Novi Sad gefunden; es wird heute im Museum von Novi Sad aufbewahrt. Noch immer werden häufig Überreste oder ganze Holzboote in Flussbetten gefunden.

Doch in dieser wasser- und waldreichen Region gibt es eine lange Tradition der Holzverarbeitung. Hier sind zwei Beispiele, bei denen die Nutzung von Holz und Wasser miteinander verbunden ist und beide aus einem einzigen Baumstamm gefertigt wurden. Das erste ist die Herstellung von hölzernen Tränken, die neben einer Wasserquelle aufgestellt wurden. Sie dienten in der Regel als kleines Reservoir und um das Tränken des Viehs zu erleichtern. Die Länge dieser Tränken reichte von sehr kleinen bis hin zu größeren Exemplaren mit einer Länge von sieben bis acht Metern. Sie sind in dieser Gegend sogar heute noch zu finden. Sie wurden aus einem einzigen Holzstamm gefertigt, meist aus Kiefer oder Tanne.
Ein weiteres massives Holzobjekt, das ebenfalls aus einem einzigen Stamm gefertigt wurde, ist der hölzerne Badanj für kleine Wassermühlen am Bachufer. Der Badanj ist ein Rohr, durch das Wasser auf das Wasserrad geleitet (herabgeleitet) wird. In dieser Region gab es viele solcher Wassermühlen und zahlreiche Bäche, an denen sie errichtet werden konnten, insbesondere im mittleren und oberen Lauf der Krivaja. Der Wasserkanal wurde aus Kiefer oder Tanne gefertigt. Es war wichtig, dass der Baumstamm gerade war und nur wenige Äste hatte; mit anderen Worten, man verwendete den unteren Teil des Baumes, der breiter ist und keine Äste aufweist. Der Bau erfolgte, indem der Baumstamm der Länge nach in zwei gleiche Hälften gespalten wurde. Diese beiden Hälften wurden dann von innen ausgehöhlt und miteinander verbunden, wobei sie mit Eisenreifen festgezogen wurden, um ein Holzrohr zu bilden. Dieses Aushöhlen des Holzes erfolgte mit denselben Techniken und Werkzeugen, die auch bei der Herstellung von Booten und Trögen zum Einsatz kamen. Das für das Aushöhlen verwendete Werkzeug war nach innen gebogen und scharf. Ähnliche Techniken und Werkzeuge werden für das Aushöhlen von Musikinstrumenten verwendet – so von Resonanzkörpern von Musikinstrumenten aus einem einzigen Stück Holz, wie Saz und Saz-Gitarren – mit dem Unterschied, dass die Resonanzkörper viel kleiner sind, sodass die Werkzeuge kleiner und die Arbeit präziser sein müssen. Der Bau eines Fasses und eines Holztrogs unterscheidet sich nicht wesentlich vom Bau eines Holzboots aus einem einzigen Baumstamm.

Čuništa wird in historischen Quellen erstmals 1468/69 in der „Zusammenfassung des Sandschak von Bosnien aus den Jahren 1468–69“ (Aličić, 2008, S. 73) erwähnt und anschließend noch zweimal in der „Detaillierten Volkszählung des Sandschak von Bosnien aus dem Jahr 1604“. Einmal wird Čuništa als Siedlung in der Nahija4 von Olovo (Band 3, S. 262) verzeichnet, ein anderes Mal in der Nahija von Visoko (Band 1, S. 594). Wir wissen nicht, warum es zweimal verzeichnet wurde. Es gibt einen separaten Teil der Siedlung, den man Mahala5 nennt (auf manchen Karten wird er möglicherweise als Gornja Čuništa bezeichnet). Wir wissen nicht, ob dies auf eine Aufteilung in zwei Siedlungen und zwei Nahijas hindeutet, obwohl es etwas unlogisch und unpraktisch wäre, wenn die Grenze zwischen zwei nahe beieinander liegenden Teilen einer größeren Siedlung verlaufen würde. Das entspricht einer Entfernung von ein bis zwei Kilometern. Wenn die Grenze der Nahija auf diesem Abschnitt verlaufen wäre, dann wäre es sicherlich der Fluss Krivaja gewesen und nicht irgendwo anders. In der Nahija Visoko sind mehrere weitere Siedlungen am Mittellauf der Krivaja verzeichnet: „Radilovići in Kamensko, gehört zu Visoko“ (Band 1, S. 507), „Jelaška in Kamensko“ (Band 1, S. 106), Jajlak6 Babin Vrh, ein Gebiet zwischen den Dörfern Kamensko und Jelaška, gehört zu Visoko (Band 1, S. 507).
In Čuništa, an der Straße von Zavidovići nach Olovo, gibt es mehrere Grundstücke, die Selišta heißen, und auf dem Hügel oberhalb von Selišta befindet sich ein älterer muslimischer Friedhof mit mehreren kleineren Grabsteinen, die mit Turbanen gekrönt sind. Der Friedhof ist kein Familienbesitz; keine Familie betrachtet ihn als ihren eigenen. Ein Grab stammt aus dem Zweiten Weltkrieg und trägt eine lateinische Inschrift. Die Felder neben dem Friedhof, die einst hinter ihm lagen, heißen Zagreblje. Es steht fest, dass sich an dieser Stelle einst eine Siedlung befand und dass dieser Friedhof zu ihr gehört. Im Laufe der Zeit ist die Siedlung aus irgendeinem Grund entweder verschwunden, verfallen oder wurde aufgrund von Abholzung usw. verlegt. Oberhalb davon befindet sich ein interessanter Ortsname – Igrište7 Er befindet sich direkt neben dem Friedhof. Dabei handelt es sich in der Regel um eine Art Anhöhe oder Hochebene in der Nähe einer Siedlung. Sie gelten als Kultstätten, da Spiele bei den alten Slawen ein fester Bestandteil ihrer Kultzeremonien waren (Anđelić, 1975, S. 286).
Auch am rechten Ufer der Krivaja gibt es mehrere Ortsnamen und andere Spuren der Vergangenheit, und es ist offensichtlich, dass es auf dieser Seite einst eine Siedlung oder zumindest einen großen Teil davon gab. Die Ortsnamen lauten: Zidine, Kućar, Zagradina, Zagradinski potok, Dvorišta (wir werden in Kürze über diese und andere Spuren der Vergangenheit berichten…).8
In Čuništa gibt es drei Fundstätten mit Stećci. Dies bestätigt eine mittelalterliche Besiedlung. Zwei Fundstätten liegen am rechten Ufer der Krivaja (Zidine/Kućar und Borovača), die dritte (Dovište) am linken Ufer (wir werden bald darüber berichten…).
Mirnes Hasanspahić
Quellen, Literatur, Internetquellen
- Aličić, S. A. (prir.), 2008., Sumarni Popis Sandžaka Bosna iz 1468-69. godine, Islamski kulturni centar, Mostar.
- Anđelić, P., 1975. Historijski spomenici Konjica i okoline, Konjic.
- Bišćević,, M., 2012. Dajak – vrbaska lađa, TDP, Sarajevo, str. 29-33.
- Drljača, D. 1959., Valjanje i stupanje sukna u Bosni i Hercegovini, Glasnik Zemaljskog muzeja, n.s., Etnologija, sv. XIV, Sarajevo S tr. 61—76.
- Hadžidedić, N. 1957. Majdani ili samokovi u Očeviji, Glasnik Zemaljskog muzeja, n.s., Etnologija, sv. XXII, Sarajevo, str. 177—195.
- Isaković, A., 1992. Rječnik karakterističke leksike u Bosanskome jeziku, str. 226.
- Skok, P. 1971., Etimologijski rječnik Hrvatskoga ili Srpskoga jezika, Jugoslavenska akademija znanosti i umjetnosti, Zagreb, Knjiga 2., str. 259.
- Škaljić, A., 1989., Turcizmi u Srpskohrvatskom jeziku, fototipsko izdanje prema VI izdanju “Svjetlosti“, Prometej Novi Sad i Dječija knjiga Sarajevo (2015), Sarajevo, str. 199.
- Žuljić, M.1933., Majdan (starinska rudarska kovačnica). Glasnik Zemaljskog muzeja, god. XLV, sv. 1 (za prirodne nauke), str. 115—128.
***
- Opširni popis Bosanskog sandžaka iz 1604. godine, Bošnjački institut Zürich – Odjel Sarajevo i Orijentalni institut u Sarajevu, sv. I i III, Sarajevo, 2000., obradili: Adem Handžić i Amina Kupusović [Original: Defter-i mufassal-i liva-i Bosna cild salis Ankara, Tapu Kadastro, Kuyud-i Kadime Arhivi, TD 479].
- Europe in the XIX. century (with the Third Military Survey), https://maps.arcanum.com/en/map/europe-19century-thirdsurvey
- Kladanj und Čevljanovici – Bosnien und Hercegovina, Nach Aufnahme 1885, Mafsstlab 1:75.000, K.u.K. Militärgeographiisches Institut, Teilweise berechtigt bis 15. I 1912. – „From The New York Public Library“ – link.
Fußnoten
- Europe in the XIX century (with the Third Military Survey), https://maps.arcanum.com/en/map/europe-19century-thirdsurvey ↩︎
- Es ist unter diesem Namen im Grundbuch eingetragen, und Adem Hadžić Hadžija hat uns dies mündlich bestätigt ↩︎
- Mündliche Schilderung von Nijaz Sojkić, überliefert durch seine Mutter Sajda Sojkić (geb. Osmić, 1952; ihre Mutter geb. Mujanović). Sajdas Onkel mütterlicherseits, die Mujanovići, waren die Eigentümer des Schiffes. ↩︎
- Osmanische Verwaltungseinheit unterhalb der Sandschak-Ebene, Anm. d. Übers. ↩︎
- Ursprünglich arabisches, osmanisch-türkisches Wort für Nachbarschaft, auch heute im Bosnischen (mahala) und Türkischen (mahalle) und vielen weiteren Sprachen gebräuchlich. ↩︎
- Art des Besitzes. ↩︎
- Anm. d. Übers.: bedeutet so viel wie Spielort oder Tanzort; vgl. auch Igranka als heute noch übliches Wort für Tanzveranstaltungen, wo der Reigentanz Kolo getanzt („gespielt“) wird. ↩︎
- Die mündlichen Informanten zu den Ortsnamen sind Ibro Višća und Refika Hasanspahić, geb. Ibrahimović. ↩︎