Das Tal und die umliegenden Berge der Krivaja sind vom gleichnamigen Fluss geprägt. Dieser ist ab seinem Ursprung in Olovo, wo er aus dem Zusammenfluss von Stupčanica und Bioštica entsteht, 74 Kilometer lang. In Zavidovići mündet er nach seinem mäandernden Lauf als einer der naturbelassenen Flüsse Südosteuropas in die Bosna, die zur Flussgebietsgemeinschaft der Sava gehört. Gerahmt wird das Flussbett von den Gebirgen des Konjuh und Ozren im Norden, der Zvijezda und des Tajan im Süden.

Spahić, Muriz: KRIVAJA RIVER – POTAMOLOGICAL SURVEYS. In: Geografski pregled 33–34 (1990), S. 39.

Die Gebirge gehören zum Dinarischen Gebirge, sind aber nicht Teil des Karsts. Sie gehören großteils zum sogenannten Konjuh-Krivaja Massiv und sind geprägt vom geologischen Ophiolit-Aufschluss. Hinsichtlich der Fauna, Flora und des Klimas ist die Krivaja ein einzigartiges Refugium, wo unter anderem der Europäische Huchen, zahlreiche Nattern, Schmetterline, Amphibien, Fledermäuse und endemische Kräuter vorkommen. Obwohl die Krivaja als abschüssig gilt, ist das Gebiet aber auch hinsichtlich der historischen Verkehrs-, Wirtschafts- und Humangeographie besonders interessant.

Referenzen (Auswahl)

  • Hrvatović, Hazim: Geological Guidebook Through Bosnia and Hercegovina 2006, Sarajevo 2006.
  • Lakatoš, Joso: Der Bergbau Jugoslaviens. In: Ausgabe des Institutes zur Förderung des Aussenhandels (1931).
  • Operta, Mevlida/Hyseni, S.: Krivaja – Konjuh Ophiolite Complex in Bosnia and Herzegovina Addition to Study on Mineral Composition of Metamorphic Rocks. In: International Journal of Engineering and Technology Volume 2 (2012), H. No. 4, S. 653–663.
  • Spahić, Muriz: Krivaja River – Potamological Surveys. In: Geografski pregled 33–34 (1990), S. 38–49.
  • Taletović, Nermin/Šabović, Almir/Jašarević, Eldar u. a.: Hydrogeological and Hydrological Characteristics of the Metalliferous Region North of Olovo. In: Archives for Technical Sciences 2 (2016), H. 15, S. 9–14.
  • Elaborat endemičnih, rjetkih i ugroženih vrsta flore, gljiva i faune na ŠGP „Krivajsko“Zavidovići, 2019.